Sie sind hier



Die Positionen der FWG zur Stadtentwicklung


  • Statt überdimensionierter und seelenloser Betonklötze will die FWG ein Zentrum mit Augenmaß, eine harmonische Gestaltung mit Verweilzonen, Brunnen, Grünanlagen, die auch zum Flanieren und Sitzen einlädt.
  • Die für das Stadtzentrum verfolgte Generalplanung wird von allen Fraktionen begrüßt. Raum und Flächen für Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Begegnung – von Parkbank bis Weinstube und Restaurant als Eckpfeiler einer gesunden Innenstadt.
  • Für die FWG ist die Realisierung der Stadtzentrumsplanung allerdings kein Mittel der zur Bedeutungssteigerung der Stadt. Für sie stehen Wünsche und Bedürfnisse der Bürger und des Umlandes im Vordergrund. Nicht Größe und Superlative, nicht austauschbare Hutschachtel-Architektur ohne Beziehung zur bestehenden Umgebungsbebauung müssen die Entscheidungen bestimmen.
  • Auch nicht die Maximierung der „Besucher-Frequenz“ kann ausschlaggebend sein, sondern nur die angemessene Versorgung der Ingelheimer und der Region mit einem Optimum an Versorgungsmöglichkeiten und Atmosphäre. Die Gestaltung z.B. des Platzes vor der Halle soll nicht auf die Nutzung durch Schwerlastwagen ausgerichtet werden. Der zentrale Stadtplatz wurde zum Forum für Veranstaltungen, häufig finanziert durch Steuergelder. Eine solch künstliche Belebung soll hier wie auch auf dem Neuen Markt in Zukunft auf ein Mindestmaß reduziert werden.
  • Die FWG ist generell für einen Ausbau des innerstädtischen Zentrums mit Augenmaß. Gleichzeitig muss das Leben in den Stadtteilen gefördert werden. Es zählt die Balance zwischen nötigen zentralen Funktionen und der Förderung dezentraler Versorgung und „Wohlfühl“- Faktoren in den Stadtteilen.
  • Bei allen künftigen Planungen zur Entwicklung der Stadt Ingelheim sollen die Wünsche der Bürger erkundet werden. Auf den Wettbewerb verschiedener niveauvoller Gestalter muss geachtet werden, denn Wettbewerb schafft stets Qualität.

FWG und Kultur in Ingelheim

In Ingelheim hat sich ein breites kulturelles Spektrum entwickelt. Die Stadt kann stolz sein auf ihre kulturellen Aktivitäten in Form von Ausstellungen und Ereignissen rund um die Kulturdenkmäler Saalgebiet und Burgkirche. Für das Karlsjahr 2014 gibt es eine Fülle von attraktiven Aktivitäten und zwei Ausstellungen.

Die FWG wird sich Tendenzen widersetzen, kulturelles Leben zunehmend unter dem Blickwinkel der Belebung der Stadtmitte zu sehen. Städtisch finanzierte Event-Vergnügungen auf dem Sebastian-Münster-Platz oder dem Vorplatz der Neuen Halle sehen wir daher auf Dauer kritisch.

Die FWG hat sich von Anfang an für den Bau einer kleineren Kulturhalle ausgesprochen, in der Kultur gelebt wird, die zu unserer Stadt passt und die sich nicht mit den Angeboten der uns umgebenden Großstädte oder gar des Großraums Rhein-Main messen will. Nach dem Stadtratsbeschluss zur Realisierung einer maximal großen Halle sieht die FWG in besonderer Weise Bedarf für die Entwicklung eines ausgearbeiteten inhaltlichen Konzepts.

Der Museumsumbau sowie die anstehende Umgestaltung des Alten Rathauses werden interessante Anziehungspunkte für Touristen werden.

FWG und Kino

Die FWG unterstützt die Aufrechterhaltung der bestehenden Kinosäle in der Binger Straße als Teil einer lebendigen Kinokultur in Ingelheim. Sie unterstützt insbesondere die Bemühungen um eine Neuausrichtung des Kinos als ein von der Stadt geförderter Ort der Filmkultur und Medienerziehung, nicht zuletzt in Kooperation mit Schulen, Vereinen, Initiativen und dem WBZ.

Die FWG spricht sich für die Übernahme der für die Digitalisierung der Projektionen notwendigen Investitionen aus. In diesem Sinne begrüßt die FWG auch den Erwerb der Immobilie in der Binger Straße durch die Stadt. Im Verein „Freunde Ingelheimer Filmkultur“ (F!F) sieht die FWG einen geeigneten Kooperationspartner für die geplante Neuausrichtung des Ingelheimer Kinos. Die FWG ist im Vorstand vertreten und hat an der Erarbeitung der Neukonzeption mitgewirkt.

FWG und Kleinkunst

Die Kleinkunst hat in Ingelheim seit 30 Jahren einen herausragenden Ruf. Die ganz Großen des Genres haben hier schon Station gemacht und so kann der Verein der Förderer der Kleinkunst stolz darauf sein, es immer wieder geschafft zu haben herausragende Künstler nach Ingelheim zu holen.

Kleinkunst braucht jedoch einen Raum. Die FWG setzt sich dafür ein, dass die Kleinkunst eine `feste Bühne` bekommt, nachdem der KellerKunstKeller unbespielbar geworden ist. Verschiedene Veranstaltungsorte sind im Gespräch (Bühne im umgebauten Winzerkeller, im WBZ, in der Kulturhalle). Die FWG setzt sich dafür ein, dass für die Kleinkunst in Ingelheim der Raum geschaffen wird, der ihrem Anspruch gerecht wird.

BÜRGERNÄHE schreibt die FWG groß!

  • Bürgernähe ist eines der Hauptanliegen der FWG und einiges von dem, was die FWG lange gefordert hat, wird inzwischen praktiziert.
  • Unter Bürgernähe verstehen wir besonders auch die Bürgerbefragung. Das heißt, eine frühe Beteiligung der Bürger an wichtigen Entscheidungsprozessen – bevor Beschlüsse des Stadtrats und der Verwaltung Fakten schaffen. Nachträgliche Information zum “Schmackhaft Machen“ und gelegentliche Beteiligung an Abwägungsprozessen (z.B. wie eine Fassade oder ein Platz gestaltet werden soll) lehnen wir ab. Veranstaltungen dieser Art haben lediglich eine Alibifunktion.
  • Das Mittel der Bürgerbefragung soll künftig vor wegweisenden Entscheidungen verstärkt genutzt werden. Bei prägenden und aufwändigen Bauvorhaben wie den einzelnen Teilprojekten des Stadtzentrums sollen die Bürgerinnen und Bürger durch das Mittel des Bürgerentscheides in Zukunft selbst darüber bestimmen, ob sie ein Projekt wollen oder nicht.
  • Heidesheim/Wackernheim als zukünftige Ortsteile von Ingelheim? Eine echte Bürgerbeteiligung vor der endgültigen Beschlussfassung und ein abschließender Bürgerentscheid waren unsere Forderungen, die von allen anderen Fraktionen übernommen wurden.
  • Wir unterstützen den Bau von Bürgerhäusern in allen Stadtteilen.
  • Wir unterstützen Initiativen Ingelheimer Bürger, wie Agenda 21, MüTZE, Pro Ingelheim und viele weitere Vereine in ihrem wertvollen Engagement.

Die FWG legt Wert auf Engagement, Kreativität und Phantasie. Sie vertraut auf das Wissen und die Fähigkeiten der Ingelheimer Bürgerinnen und Bürger.


Wie steht die FWG zu Einzelprojekten?

FWG und Bebauung des Neuen Markts Ingelheim

Wir haben von Beginn an eine Kultur- und Veranstaltungshalle für den Bedarf von Ingelheim und seinem Umland gefordert.

Die großen Parteien haben gegen unseren Widerstand die Bebauung mit einer großen Kulturhalle und WBZ mit Musikschule durchgesetzt.

Verkehrsprobleme, mangelnde architektonische Einpassung in die umgebende Bebauung sowie ein aus unserer Sicht überzogener Anspruch bei der Konzeption von Halle und WBZ begründen unsere Ablehnung des Projekts.

Wir erinnern die großen Parteien an ihr Versprechen, vor dem Umzug des WBZ eine glaubhaft nachhaltige Nachnutzung des alten WBZ zu präsentieren.

FWG und Ebert-Carré

Auch mit unserer Zustimmung wird gemäß der Planung für die Stadtmitte eine Bebauung mit der Stadtbibliothek mit kleinem Platz gegenüber dem Gymnasium verfolgt. Nördlich entlang der Bingerstraße und westlich entlang der Ebertstraße sollen Geschäfte, Lokale, Büros und ein Ärztezentrum entstehen.

Der FWG ist wichtig, dass angesichts von ca. 230 Dauerarbeitsplätzen und zu erwartenden Besuchern das Parkproblem angemessen gelöst wird. Da hier gem. Vertrag mit dem Bauherrn unter den Gebäuden keine Tiefgarage entstehen wird, müssen unweigerlich weitere Flächen entlang der Selz für Parkplätze verbraucht werden. Wo sollten die Besucher des geplanten Ärztezentrums parken? Hier wurde eine Chance zu einer unauffälligen, nutzerfreundlichen Lösung des Parkproblems vertan.

Die geplante Erhöhung des Parkhauses am Bahnhof um zwei weitere Etagen lehnen wir ab. Selbst die Höhe des Boehringer Verwaltungsgebäudes würde übertroffen – von einem stählernen Autosilo mit Blick in den Rheingau.

FWG und Hotel im Zentrum

Unbestritten muss ein Hotel in der Innenstadt gebaut werden. In fußläufiger Nähe zur Halle, zu Gastronomie und zur Neuen Mitte liegt der bislang diskutierte Standort an der Ecke Adenauer-/ Binger Straße.

Aber auch die südliche Bahnhofstrasse zw. Lavendelkreisel und Café Hüftgold bietet diese Lagevorteile. Die Entscheidung wird sorgfältig abzuwägen sein, liegt aber letztlich in den Händen der Hotelbetreiber. Eine Belebung mit einem Hotel täte diesem Teil der Stadtmitte sicher gut.

FWG und Wohnraum

Wohnraum in Ingelheim ist vergleichsweise teuer und knapp. Mit weiteren Arbeitsplätzen bei Boehringer wird er noch knapper werden. Der zunehmende Druck erfordert weiteren Geschosswohnungsbau. Grundstücke im Innenstadtbereich wie z.B. die Bebauung des Geländes Stammhaus Schwaab sind wichtige Etappen, aber sie reichen nicht.

Berechtigten Interessen von Grundstückeigentümern, die nicht bebauen oder verkaufen wollen, begegnen wir mit Respekt. Neubauten im Zentrum, von privater Seite oder durch die WBI müssen auch Wohnungen bieten.

Der weiteren Entwicklung von Baugebieten innerhalb des genehmigten Flächennutzungsplanes hat die Verwaltung Priorität einzuräumen. Dabei sind Landschaftsbild und ökologische Aspekte zu beachten.

Die Vorstellung eines grenzenlos wachsenden Ingelheims lehnen wir aber ab. Daran ändert auch die mögliche Eingemeindung von Heidesheim und Wackernheim nichts.

FWG und Eingemeindung von Heidesheim und Wackernheim

Die FWG steht der sorgfältigen Prüfung einer möglichen Eingemeindung von Heidesheim und Wackernheim ergebnisoffen gegenüber.

Die FWG hat sich frühzeitig für die umfassende Bürgerbeteiligung bei dieser schwerwiegenden Entscheidung eingesetzt. Dieser Forderung haben sich alle Fraktionen angeschlossen. Mittlerweile gibt es auch eine einstimmige Willensbekundung des Stadtrates, über die Eingemeindung abschließend die Bürger entscheiden zu lassen.

Die Verhandlungen über eine mögliche Eingemeindung müssen die Vor- und Nachteile einschl. einer Folgenabschätzung für alle Beteiligten offen legen und sie finanziell beziffern. Die Parteien müssen ihre Haltung den Bürgerinnen und Bürgern schriftlich darlegen. Alle Fragen müssen beantwortet werden, bevor die Bürger nach einem weiteren Beschluss des Rates zum Bürgerentscheid aufgefordert werden.

FWG und Gestaltungssatzung für historische Stadtteile

Ingelheims alte Stadtteile haben durch ihre gewachsenen Strukturen ein ortstypisches Gesicht. In der Vergangenheit wurden an manchen Stellen Veränderungen vorgenommen, die den unverwechselbaren Charakter bedrohen. Deshalb setzt sich die FWG auch weiterhin dafür ein, dass in den historischen Stadtteilen eine entsprechende Regelung zum Tragen kommt.

Für Ober-Ingelheim wird in absehbarer Zeit statt einer Gestaltungssatzung nur ein „einfacher Bebauungsplan“ in Kraft treten, die die Ausführung von Baukörpern hinsichtlich Material, Fassadengestaltung, Dachaufbauten u.ä. regelt. Damit kann ein homogenes Stadtbild innerhalb der alten Ortsmauer erhalten bleiben.

Die FWG hält eine ähnliche Sensibilität im Umgang mit alter Bausubstanz in den anderen Stadtteilen für geboten. Aber auch da, wo eine moderne Baugestaltung geplant wird, muss nicht immer ein Betonkubus entstehen. Ebenso wenig darf ein authentisches, harmonisches Ortsbild jedem profitorientierten Investor geopfert werden.

FWG und Gemeinschaftshäuser

Gemeinschaftshäuser gehören nach Meinung der FWG in alle Stadtteilen. Ihre Entwicklung muss unterstützt werden.

Das ehemalige Kaufhaus Huf in der Mainzer Straße ist nach langen Jahren des Leerstandes umgebaut und erfolgreich wiederbelebt worden. Diesem Auftakt für eine Aufwertung Nieder-Ingelheims soll zügig ein Stadtteilhaus mit ähnlichem Anspruch, wie bereits in den anderen Stadtteilen umgesetzt, als Treffpunkt für Nieder-Ingelheimer Bürgerinnen und Bürger, Gruppen und Vereine folgen.

FWG und Bibliothek/ Mediathek

Wegen der ständig steigenden Zahl der Benutzer, dem wachsenden Bestand und der zunehmenden Bedeutung der elektronischen Medien ist ein Umzug in größere Räume dringend erforderlich. Sie sollte zeitnah und im Rahmen der Bebauung des Ebert-Carrés realisiert werden, unter Ausweitung der bisherigen Angebote, wie z.B.

  • Vergrößerter Bestand an Büchern, Zeitschriften und digitalen Medien
  • Verstärkte Leseförderung und Medienerziehung
  • Bereitstellung von Computerarbeits- und -leseplätzen
  • Verlängerung der Öffnungszeiten

Die neue zentrale Lage, die Nähe zu Schulen und Läden sowie die gute Verkehrsanbindung bieten beste Voraussetzungen dafür, hier einen attraktiven Treffpunkt und Kommunikationszentrum für Ingelheimer Bürger zu etablieren.

Der FWG liegt an

  • maßvoller Personalausstattung,
  • gelungener Vernetzung mit den Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen,
  • einer kostenbewussten Realisierung.

Eine so wichtige, identitätsstiftende Einrichtung wie die Stadtbibliothek kann kein Mehrzweckbau sein. Die bauliche Umsetzung sollte auch aus Rücksicht auf das gegenüber gelegene niedrige Gymnasium zweigeschossig erfolgen. Drei oder mehr Geschosse, wie von einigen Parteien vorgesehen, lehnen wir ab. Sie würden zudem den kleinen baumbestandenen Park ‚erdrücken’.

FWG und Vinothek

Die Rotweinstadt Ingelheim braucht eine Vinothek! Wir haben dazu beigetragen und freuen uns, dass das von Stadt und Winzern betriebene Projekt Wirklichkeit wird. Das gelungene Konzept wurde einstimmig im Stadtrat verabschiedet. Wir befürworten die Umsetzung des Architektenentwurfs, der der neuen Vinothek im alten Winzerkeller einen unverwechselbaren, attraktiven Charakter gibt.

FWG und Ingelheimer Wald

Der gemeinsame Besitz der Bürger, der Ingelheimer Wald, verdient die Aufmerksamkeit aller.

Die FWG spricht sich für ein ökonomisches Bewirtschaften des Waldes aus. Der Eigenbetrieb des Waldes sollte sich wirtschaftlich vertretbar entwickeln.

Auf einen harmonischen Ausgleich zwischen den Interessen der Nutzer der Naherholungsanlage Emmerichshütte, den Interessen des Forstbetriebes sowie auch der Energiegewinnung durch Windkraftanlagen ist zu achten.

Ansprüche und Wünsche des Försters – zum Beispiel die Errichtung einer Gerätehalle – sollten kritisch überprüft werden. Die FWG spricht sich dagegen aus, dass der Ausblick von der Emmerichshütte durch eine Gerätehalle gestört wird,

FWG und Natur in Ingelheim

Grüne und bunte Pflanzen und Anlagen in unserer Stadt sind nicht nur schön anzuschauen, sie sind auch eine unabdingbare Voraussetzung für das seelische und körperliche Wohlbefinden und die Gesundheit der Bürger.

Je mehr Baulücken geschlossen werden, je mehr Häuserschluchten entstehen, die uns das Atmen schwerer machen, desto wichtiger ist der Ausgleich durch Pflanzen, die uns ein natürliches, gesundes Klima zur Erholung und saubere Luft zum Atmen erhalten.

Deshalb muss die Maxime sein, nicht nur mehr Grünes und Buntes, sondern soviel wie möglich im Stadtraum unterzubringen. Dass es sich dabei durchaus nicht nur um Bäume, Rasen oder Blumen handeln muss haben schon viele Städte gezeigt, wo auch Gemüse und Früchte und Nutzpflanzen in die „Stadtbegrünung“ einbezogen wurden.

Hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt.

FWG und Fair-Trade-Initiative

Die FWG begrüßt die Initiative unsere Stadt zu einer Fair-Trade-Stadt zu entwickeln und setzt sich für deren Umsetzung ein.

Seit der Entstehung der Idee der „Fair-Trade-Stadt Ingelheim“ beteiligt sich eine große Zahl von Gruppierungen unterschiedlichster Art an den Aktionen. Fair gehandelte Artikel sind mittlerweile in vielen Geschäften zu finden.

Uns ist die Kernidee hinter diesen Aktivitäten wichtig: Nur wenn wir nachhaltiger wirtschaften und leben hinterlassen wir eine Welt, in der es auch unseren Nachkommen, den zukünftigen Generationen, gut geht. Hierfür das notwendige Bewusstsein zu entwickeln – das Konzept Fair Trade ist hier ein wichtiger Beitrag.

FWG und Kfz-Verkehr

Der Kfz-Verkehr auf der Binger- und Gartenfeldstrasse wird nach Errichtung von Rathauserweiterung, Halle und WBZ auf weniger Spuren eingeengt sein. Die Zahl der Autos wird steigen. Stauungen, Lärm und Abgase werden die viel gerühmte Aufenthaltsqualität strapazieren.

Es müssen daher alternative Verkehrsführungen untersucht werden. Nach Meinung der FWG gehört hierzu auch die Möglichkeit einer Einbahnstraßenregelung an brisanten Stellen der Innenstadt.

Verkehrssicherheit hat Priorität, speziell für Kinder und Senioren. Zu den geeigneten Maßnahmen zählen Fahrradwege, anwohnerfreundliche Verkehrs- und Parkplatzplanung, verkehrsberuhigte Zonen, Querungsmöglichkeiten von Straßen sowie fußgängerfreundliche Bürgersteige in ausreichender Breite.

FWG und ÖPNV

Die FWG spricht sich für eine Überarbeitung des jetzigen Verkehrskonzepts aus, denn es zeigt erhebliche Mängel: beklagt werden von den Bürgern die Taktung sowie die Tatsache, dass außerhalb der Stoßzeiten Gelenkbusse durch die Stadt fahren, in denen nur drei oder vier Personen sitzen. Das jetzige Beförderungskonzept widerspricht dem Anspruch der Stadt, eine CO2-neutrale Stadt zu werden.

Wir brauchen ein Verkehrskonzept, das den Ansprüchen der sich verändernden Gesellschaft gerecht wird. Wir brauchen ein ökologisches Konzept, Busse mit Null-Emission und innovative Formen der Beförderung.

Im Rahmen eines Workshops oder einer Werkstatt sollen Ideen und Verbesserungsvorschläge gesammelt, Finanzierungswege ermittelt und nach Lösungen gesucht werden.

FWG und Fluglärm

Gerade wir Ingelheimer wissen um die wirtschaftliche Bedeutung des Frankfurter Flughafens. Dennoch dürfen wir nicht jede Belastung ohne weiteres hinnehmen. Die Flugroutenumlegung hat zu einem konstanten Lärmteppich über dem Landkreis geführt. Und auch besser verteilter Lärm bleibt Lärm, der krank macht.

Hier hilft nur die Umsetzung Lärm-reduzierender An- und Abflugverfahren, wie sie in anderen Teilen der Welt bereits umgesetzt sind: höhere Anflugrouten mit steilerem Landewinkel und strenge Konsequenzen für Piloten, die die vorgeschriebenen Flugbahnen über unbewohntem Gelände nicht einhalten. Ein Abstand zu bewohntem Gebiet von 200 m oder 500 m senkt den Lärmpegel bereits erheblich.

Darüber hinaus unterstützen wir die kommunalen Klagen im Landkreis, auch die der Stadt Ingelheim, gegen die Umlegung der Flugrouten.

FWG und Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Die FWG spricht sich ausdrücklich für die Achtung der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil unserer Gesellschaft aus. Im Alltag werden häufig die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen nicht oder nur unzureichend erkannt. Es bedarf der besonderen Aufmerksamkeit und Sensibilität und auch des Wissens, um behinderten Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Durch die Unterzeichnung der entsprechenden UN-Konvention hat sich Deutschland verpflichtet, alle geeigneten Schritte zur Förderung von Gleichberechtigung und Chancengleichheit zu unternehmen.

Die FWG setzt sich dafür ein, dass dieser Anspruch auch auf kommunaler Ebene umgesetzt wird.

FWG und Migration/Integration

“Ingelheim lebt Vielfalt“. An der Erstellung dieses Konzepts für Vielfalt und Integration in Ingelheim hat die FWG mitgewirkt und steht dazu.

Migration und Integration sind Bestandteil der kommunalen Politik. Wir wollen faire Lebens- und Entwicklungschancen und Gleichbehandlung für alle Ingelheimer Bürger, gleichgültig, ob Neubürger, Migranten oder Altbürger. Unterschiede in Kultur und Tradition werden respektiert. Sie können fruchtbar für das Zusammenleben sein.

Alle Bürger sollen sich in Ingelheim wohl fühlen und hier eine neue Heimat finden können. Dabei sind alle Bürger und Gruppen gefordert, ihren Beitrag zu leisten.

FWG und Kinderbetreuung

Der Kindergarten ist der erste „soziale Ort“ außerhalb der Familie. Hier werden prägende Erfahrungen gemacht und wichtige Werte vermittelt.

Ingelheim bietet Familien mit kleinen Kindern ein umfassendes und breit gefächertes Betreuungsangebot an. Neben Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft haben junge Eltern die Möglichkeit der Betreuung ihrer Kinder in evangelischen und katholischen Kindergärten.

Die FWG begrüßt diese Vielfalt der Angebote, sowohl die Vielfalt der Trägerschaften wie auch der pädagogischen Konzepte. Ebenso wie unsere Gesellschaft sich wandelt, verändern sich auch Aufgaben und Erwartungen an Kinderbetreuung. Das Betreuungsangebot sollte sich an den Bedürfnissen der Eltern ausrichten und die Wünsche nach Berufstätigkeit der Frauen berücksichtigen.

Die FWG spricht sich für die Inklusion behinderter Kinder in Regel-Kindergärten aus. Ausgewählte städtische KiTas und Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft sollten ein Angebot für behinderte Kinder aus Ingelheim und der nahen Umgebung vorhalten. Alle Kinder werden von diesem gemeinsamen Spielen, Lernen und Zusammenleben profitieren und für ihr zukünftiges Leben wichtige Erfahrungen machen.

FWG und Montessorischule

In Ingelheim ist das gesamte Spektrum aller Schulformen und Schulstufen vertreten. Die Ingelheimer Schulen haben einen guten Ruf; die weiterführenden Schulen wachsen ständig und die Eltern haben die Wahl zwischen verschiedenen Schulkonzepten und unterschiedlichen Fachangeboten, je nach Begabungen und Interessen ihrer Kinder.

Die FWG unterstützt den Plan der Montessori-Schule (jetziger Standort: Heidesheim) zur Verlegung nach Ingelheim. Die Montessori-Schule – eine bilinguale Schule auf der Grundlage der Montessori-Pädagogik – würde die Ingelheimer Schullandschaft um ein weiteres gutes pädagogisches Angebot erweitern.

Auch im Fall einer Fusion mit der Verbandsgemeinde Heidesheim - Wackernheim wäre Ingelheim ein guter Standort für eine Montessori-Schule, die mit ihrem anerkannten pädagogischen Konzept einen besonderen Schwerpunkt auf das individuelle Lernen legt und besondere Betreuungs- und Unterstützungsangebote bietet.

FWG und Senioren

Die Stadt Ingelheim muss sich auf den demografischen Wandel in den kommenden Jahren einstellen. Das betrifft nicht nur die Entwicklung im Bereich der Schüler und Jugendlichen (minus 11% bis 2020), sondern in besonderem Maße die Zunahme des Anteils der Senioren (im Kreis Mainz-Bingen: 65 Jahre und älter: plus 49 % bis 2030). Für Ingelheim bedeutet das, dass bis 2030 der Anteil der über 65-jährigen bei ca. 50 % liegen wird.

Bereits jetzt gibt es zwar ein breit gefächertes Angebot für Senioren; im Bereich Wohnen im Alter ist das aber nicht ausreichend. Hier gibt es noch großen Entwicklungsbedarf.

Für die FWG ist deshalb die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für die "Rentner-Generation" (z.B. durch die WBI) und ohne Einschaltung von Drittinvestoren ein besonderes Anliegen. Dazu gehört auch eine weitere Anpassung der Infrastruktur, z.B. Barrierefreiheit, Seniorenbus.

Die FWG spricht sich für die Förderung von Wohnprojekten in den einzelnen Stadtteilen aus, in denen mehrere Generationen zusammenwohnen und -leben. Der Umsetzung solcher Bauprojekte sollte der Vorzug gegenüber Wohnanlagen gegeben werden, in denen rein kommerzielle Aspekte zum Tragen kommen. Die FWG tritt daher auch für die Übernahme der Wohnanlage in der San-Pietro-Straße durch die Stadt Ingelheim ein, um dort eine bessere Betreuung, besonders bei der Versorgung im Notfall zu gewährleisten.

Als Chance, das Zusammenleben von Jung und Alt zu organisieren, ist das bereits geplante Tassilo-Quartier zu nennen, ebenso auch das noch zu entwickelnde Projekt auf dem „Thornschen Gelände“ in Frei-Weinheim.

FWG und öffentliche Toiletten

Leider wurde bei der Planung der Neuen Mitte eine öffentliche Toilette vergessen. Verschiedene Ideen wurden entwickelt, keine bisher umgesetzt. Die mehrheitlich beschlossene Lösung auf der Bingerstraße vor Drogerie Müller und C&A scheint auch der Verwaltung nicht zu gefallen – nicht nur der FWG, die diesen Standort abgelehnt hat. Aber es ist nicht nur eine Frage der Optik, wo und wie dies geschieht, sondern auch eine Bringschuld gegenüber den Bürgern – seit nunmehr 4 Jahren.

Eine ähnlich traurige Geschichte ist die fehlende Öffentliche Toilette auf dem Rotweinfestplatz. Vielfältige, mal mehr oder weniger engagiert verfolgte Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch. Keine hat bisher genügend Zustimmung gefunden. Und zwischendrin "ruht der See", nichts passiert. Wir fordern als Standort die südöstliche Ecke des Festplatzes, teilweise unter Nutzung des Raumes unter der Straße.

Die FWG hat sich für das Thema seit langem engagiert und wird sich weiter für befriedigende Lösungen einsetzen.

FWG und Sport

Die Stadt Ingelheim ist in der Lage, Sportlerinnen, Sportler und deren Vereine vergleichsweise großzügig zu unterstützen. In gesundheitspräventiver Absicht soll zukünftig noch stärker versucht werden, Menschen zu erreichen, die bisher keinen Sport treiben.

Projekte zur Einbeziehung, insbesondere für Kinder aus Familien mit besonderen Problemlagen, sollen gefördert werden. Auch die Bewegungsangebote für ältere und alte Menschen in Ingelheim sollten auf ihre Bedarfsgerechtigkeit hin überprüft und ausgebaut werden. Dazu ist auch die Unterstützung der Vereine für die Gewinnung, die Fortbildung und den Einsatz gut qualifizierter Übungsleiterinnen und Übungsleiter notwendig.

FWG und Schwimmbad

Die FWG setzt sich dafür ein, dass die „Rheinwelle“ bedarfsgerecht erweitert wird: Wasserflächen, Zahl der Umkleideräume, Duschen, Fahrradparkmöglichkeiten, Parkplätze müssen vergrößert, Fahrradwege, bedarfsgerechte Busverbindungen zu den Öffnungszeiten des Schwimmbads müssen geschaffen werden.

Wir treten für ein zusätzliches Sportbecken mit einer 50-Meter-Bahn für Vereine und Schulen ein. Nur so ist die Zielsetzung – alle Kinder sollen schwimmen können, Alt und Jung sollen Freizeit- und Gesundheitssport betreiben können – zu erreichen. Der Leistungssport soll durch zeitgemäße Trainings- und Wettkampfflächen eine angemessene Förderung erhalten.

Nach dem äußerst komfortablen Erweiterungsbau der Saunalandschaft für eine zahlungskräftige Besuchergruppe besteht dringender Handlungsbedarf für Familien und Sport. Die FWG hält es nach wie vor für notwendig, einen Frauen-Saunatag einzurichten.

Ab dem dritten Kind sollte der Eintritt frei sein.

FWG und Jugend

Ingelheim verfügt über ein neues Jugendhaus, das Yellow“, doch diese Einrichtung ist kein Haus nur für die Jugend, sondern auch ein Veranstaltungsort für diverse repräsentative Veranstaltungen von Vereinen und der Stadt geworden.

  • Das "Yellow" ist baulich zu transparent, zu "fertig hingestellt", die Jugendlichen fühlen sich beobachtet und damit kontrolliert. Denn Jugend braucht eigenes Terrain, das für Erwachsene gewissermaßen uneinsehbar ist, um sich zu entwickeln
  • Jugendarbeit in Ingelheim sollte dezentraler agieren: Die FWG plädiert für selbstverwaltete Jugendtreffs in den Ortsteilen.
  • Jugendliche brauchen eigene, selbstbestimmte Projekte, um ihr kreatives Potential auszuloten. Dazu sind Möglichkeiten zu schaffen, es muss aber auch ein Stück Vertrauen entgegen gebracht werden.

Die FWG sieht dringenden Handlungsbedarf für eine Überprüfung des aktuellen Konzeptes.

FWG und Strandbad

Für einen der schönsten Orte für Familien in Ingelheim, das Strandbad, fühlt sich offenbar niemand verantwortlich. Sauberkeit, Sicherheit und eine ansprechende Gastronomie müssen entwickelt werden.

Hierzu sind keine Millionen-Investitionen notwendig, wenn Nutzer und engagierte Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden.


Perspektiven und Visionen der FWG


Die FWG steht für eine Politik, die den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Wandel in Ingelheim verantwortungsvoll begleitet und, wo möglich, auch gestaltet. Es ist unsere Pflicht, unter Einschluss auch ästhetischer Kriterien wirtschaftliche Vernunft mit ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Das größte Kapital dabei ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für das soziale Miteinander im gestalteten Stadtraum.


Umgang mit finanziellen Ressourcen im öffentlichen Bereich

Ingelheim soll nie wieder Schulden haben. Investitionen in der Stadt und der Vollzug der Verwaltung unserer Stadt müssen gleichermaßen nachhaltig und effizient sein. Sie müssen im Rat vereinbarten Grundsätzen folgen. Transparenz und finanzpolitische Disziplin sind gefordert. Prestigeplanungen und hohe Folgekosten setzen die Gestaltungsmöglichkeiten der Politik für die Zukunft aufs Spiel.

Die Bürger erwarten einen sparsamen und sinnvollen Umgang mit den Steuermitteln. Um dies zu garantieren, bedarf es für die zukünftigen Investitionen einer unbedingten Orientierung an den verfügbaren Finanzmitteln. Deren Höhe hängt unmittelbar von der Ertragskraft des Hauptsteuerzahlers ab. Dessen bisherige hohe Steuerzahlungen können für die kommenden Jahre nicht einfach als garantiert angesehen werden.

Um nicht wieder Schulden machen zu müssen und Zinsen zu zahlen statt zu vereinnahmen, soll ein Projekt erst gestartet werden, wenn für seine Realisierung ein hoffentlich vorhandener Überschuss aus dem laufenden Verwaltungshaushalt zuzüglich Entnahme aus der Rücklage ausreicht. Dabei sollte die Rücklage nicht unter eine Mindesthöhe von ca. 15 Mio € absinken.

Es muss unser Grundsatz sein, die Entwicklung Ingelheims – ggf. auch nach einer Fusion – ohne Kreditaufnahme zu gestalten. Ingelheim wird nicht weniger lebenswert, wenn die Realisierung der anstehenden Projekte in der Zeit gestreckt werden muss. Diskussionen um Prioritäten sind „Streichkonzerten“ im laufenden Haushalt vorzuziehen.


Projekt CO2-neutrale Stadt

Bund und Länder haben die Reduzierung von Schadstoffemissionen im Gesetz verankert. Doch auch Kommunen und Bürgerinnen und Bürger sind hier gefordert.

Es muss das Ziel der Stadt Ingelheim sein, ihr Klimaschutzkonzept umzusetzen. Dabei sollen die vielfältigen Wasservorkommen im Stadtgebiet für eine Nutzung durch Wärmepumpen zugänglich gemacht werden.

Ein weiterer Schritt sollte die Umrüstung des öffentlichen Fuhrparks auf Wasserstoff-, Elektro- oder Erdgasantrieb sein.


Wirtschaftsförderung

Standort- und Strukturqualität Ingelheims bieten beste Voraussetzungen für eine gelungene Mischung von Großindustrie, Mittelstand, Handwerk und Einzelhandel.

Die FWG fordert, für die Ansiedlung zukunftsorientierter, innovativer Unternehmen aktiv zu bleiben. Für den Erfolg der Ansiedlung wertschöpfungsstarker Unternehmen und für höhere Steuereinnahmen ist auch die Qualität des städtischen Services und Flächenangebotes entscheidend.

Gründungs- und Innovationsförderung, Standortmarketing und Tourismusförderung müssen Hand in Hand mit der Verkehrsplanung und dem Gebäude- und Bodenmanagement betrieben werden.

Für ansiedlungswillige Unternehmen und Neugründungen von Geschäften und Betrieben ist nicht allein der Gewerbesteuerhebesatz interessant. Die kommunale Wirtschaftsförderung muss sich von einer Förderstelle einzelner Unternehmen hin zu einer kommunalen Service- und Beratungsstelle wandeln.

Die „weichen Standortfaktoren“ Ingelheims, von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. Kinderbetreuung und haushaltsnahe Dienstleistungen) bis zur Aufenthalts- und Freizeitqualität, sollen in Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Kommune ausgebaut werden.

Besondere Aufmerksamkeit soll den Beziehungen mit den bereits ansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden zukommen. Deren Anliegen sollen in partnerschaftlichem Geist gehört, bearbeitet und gegebenenfalls unterstützt werden. Problemfälle von Einzelhändlern oder Servicebetrieben, wie sie sich im Zusammenhang mit andauernder, teils wiederholter Behinderung der Geschäftslage ergeben können (z.B. Bautätigkeit), bedürfen auch der unbürokratischen, raschen wirtschaftlichen Unterstützung seitens der Stadt.


Projekt „Wasser in die Stadt“

Die moderne Industriegesellschaft verfügt so selbstverständlich über Wasser, dass viele Menschen dessen existentielle Bedeutung für das Leben in unserer Stadt vergessen haben. Nicht nur in Ingelheim sind die Zeugen einer Jahrhunderte währenden Wasserversorgung – die natürlichen Brunnen, Quellen und Wasserläufe – in Kanalbauwerken und Rohrleitungen verschwunden.

Schatten spendende Baumpflanzungen mit kühlenden Brunnen besonders an lang anhaltenden Sommertagen sind in zahlreichen Städten gern genutzte Aufenthaltsorte. Solche Orte gab es früher auch in Ingelheim, denn unsere Stadt ist von zahlreichen Quellhorizonten durchzogen und ältere Bürger erinnern sich noch gut an heute zugeschüttete oder zugebaute Wasserstellen, Brunnen und Quellen (Wäschbach, Im Sohl, Mainzer Straße u.a.).

Die FWG will das vergessene Element Wasser an geeigneten Stellen wieder freilegen und als Gestaltungsmittel im Stadtraum nutzen. Das auf Vorschlag der FWG erarbeitete Wasserkataster soll öffentlich gemacht werden. Daraus sollen Vorschläge und Maßnahmen für „Wasser in die Stadt“ abgeleitet werden.


Projekt „familienfreundlichste Stadt Rheinhessens“

Der demographische Wandel ist eine Herausforderung und Chance auch für Ingelheim. Familien sind der stabilisierende Faktor für die gesellschaftliche und die wirtschaftliche Entwicklung. Daher muss der Auf- und Ausbau von familienfreundlichen Strukturen für jede Kommune im Vordergrund stehen.


Eine Kommune kann viel für ein familienfreundliches Klima tun:

Rund um das Thema „Familie und Beruf“ stehen die Kinderbetreuung und -bildung, aber auch familienfreundliche Betriebs- und städtische Strukturen im Vordergrund. Ad-hoc-Betreuung, Tagesmüttergutscheine, die Vermittlung von qualifizierten Tagesmüttern, Babysittern, Ersatzomas und -opas und die Betreuung in so genannte Randzeiten machen vielen Familien das Leben leichter. Die Verwaltung ist auch Vorbild bei der Gestaltung familienfreundlicher Arbeitszeiten und -formen. Dies gilt für junge Familien ebenso wie z.B. für pflegende Angehörige.

  • Rund um das Thema „Familie und Freizeit“ bieten die Stadtgestaltung für Familien, Familienaktionstage, aber auch das Angebot einer „Einkaufskinderbetreuung“ (im Stadtzentrum angesiedelt, mit festen Öffnungszeiten und fachlich gutem Angebot) hochinteressante Gestaltungs- und Unterstützungsaspekte.
  • Weitere Themen sind Prävention, Bewegung und Ernährung unter Einbindung aller Kindertagesstätten und Schulen und „Willkommen Kinder“-Maßnahmen, die auf eine Klimaveränderung hinzielen (z.B. Neugeborenensparkonten, ein Familienbüro als zentrale Ansprechstelle, möglichst in Kombination mit Familiencafé und Einkaufskinderbetreuung, Familienveranstaltungen etc.)

Wichtig für ein solches nachhaltiges und zukunftsgestaltendes Projekt sind ein generationenübergreifender Ansatz und die Kooperation möglichst aller Institutionen, Organisationen, Vereine und Unternehmen. Das Projekt „Ingelheim – familienfreundlichste Stadt in Rheinhessen“ kann ein Aushängeschild unserer Stadt werden.

Ansätze und Anknüpfungspunkte für diese Zukunftsaufgabe gibt es in Ingelheim an sehr vielen Stellen (rege Vereinsarbeit, ehrenamtliches Engagement, MGH West, MüTZe und vieles andere mehr). Eine koordinierende Struktur, die die Familienfreundlichkeit in den Mittelpunkt stellt, gibt es nicht. Ingelheim sollte sich der UNICEF-Initiative „Kinderfreundliche Kommune“ anschließen und die entsprechenden Maßnahmen umsetzen.