Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Breyer,
zum Thema „Verbesserung der Klimaresilienz in der Stadt Ingelheim“ wurden in der Vergangenheit viele Veranstaltungen wie Klimawerkstätten und Workshops initiiert und Konzepte erstellt. Auch wurde das durch den Bund finanziertes Projekt „KLIMPRAX Stadtklima“ am Beispiel der Stadt Ingelheim von November 2020 bis Dezember 2023 durchgeführt. Es wurden Konzepte und Handlungsempfehlungen erstellt. Wir sind der Auffassung, dass viele der Erkenntnisse nun mittels konkreter Planungen und Bauausführungen realisiert werden müssen.
Dazu stellen wir folgende Fragen:
- Es wurde bereits mehrfach angekündigt, dass das Wassersofa (oder auch „Schnee-wittchensarg“) in der Stadtmitte rückgebaut und durch eine Grünfläche mit Sitzgelegen- heiten ersetzt werden soll, die zum Verweilen einlädt. Auch eine Anbindung der dahinter gelegenen Gastronomie und Einzelhandelsgeschäfte würden davon profitieren, nicht mehr durch das monströse Betonbauwerk vom Stadtgeschehen abgeschnitten zu sein. Wie sieht die konkrete Planung hierzu aus und wann soll diese umgesetzt werden?
- Welche weiteren konkreten Maßnahmen hinsichtlich der Entsiegelung von befestigten Flächen sind in der Stadtmitte und den Stadtteilen geplant und wann sollen diese umgesetzt werden?
- Wurde eine Übersicht bzw. ein Kataster von versiegelten Flächen erstellt, die potenziell zurückgebaut und durch Grünflächen ersetzt werden können?
Existieren konkrete Planungen, bestehende Grünflächen hinsichtlich der Art der Bepflanzungen und Bewässerung klimaresilienter und pflegeleichter auszustatten? - Wird die WBI bei ihren zahlreichen Baumaßnahmen hinsichtlich Klimaresilienzmaßnahmen durch das Umwelt- und Grünflächenamt beraten bzw. existiert hier eine Zusammenarbeit?
Wir bitten um schriftliche Beantwortung der Fragestellungen sowie mündliche Beantwortung im Rahmen der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 11.08.2026.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Heinrich